BMW Boxercup Brünn
Siegen ist die beste Revanche, sagte sich Roberto Panichi (ITA): Der siebte und damit vorletzte Lauf des BMW Motorrad BoxerCup 2004 in Tschechien erlebte eine Neuauflage des Highspeed-Thrillers von Donington. Gerade 3 Wochen ist es her, dass sich Roberto Panichi (99) und Stéphane Mertens (21) beim Rennen im britischen Donington in der letzten Kurve vor dem Ziel souverän in Führung liegend ins Aus manövrierten. Bei der Neuauflage des Track-Duells blieb die heimische Flora verschont. Sich gegenseitig ans Limit pushend hatten die beiden Rivalen bereits über 12 Sekunden Vorsprung zum Feld herausgefahren. Bis zu 4 mal wechselte die Führung auf der 5,4 Kilometer-Runde durch, als Panichi (99) zur Halbzeit seine Strategie modifizierte. | |
"Eigentlich wollte ich mich diesmal mit einem sicheren zweiten Platz zufrieden geben, aber irgendwie macht gewinnen mehr Spaß. Als ich merkte, dass ich Mertens hinter mir halten kann, bin ich voll auf Angriff gefahren und zog vorbei." An diesem Status Quo schien keiner der beiden Rivalen mehr rütteln zu wollen. An sicherer zweiter Position liegend kündeten plötzlich unerfreuliche Geräuschen aus Mertens Renngerät vom baldigen Leistungsverlust. Gehetzt von der Meute versuchte der Belgier (21), seinen Vorsprung noch über die verflixte 13. und letzte Rennrunde zu retten. Auf der Ziellinie schnappte ihm der herandonnernde Brian Parriott (46) jedoch den zweiten Platz auf dem Treppchen noch um unglaubliche 3,6 Hundertstel Sekunden weg. Für den zweimaligen BoxerCup-Gesamtsieger Mertens blieb damit nur Platz 3. | ![]() |
Hinterreiter, der Uneinholbare: Mit einigen Pole-Positions, 2 Siegen und seinem Stammplatz auf dem Podium drückte der sympathische Österreicher Thomas Hinterreiter (7) vom BMW Motorrad Austria-Team Hinterreiter schon früh der Saison 2004 seinen Stempel auf. Diese Konstanz zahlt sich jetzt aus, denn bereits vor dem Saisonfinale in Valencia ist Hinterreiter seinen Konkurrenten mit 132 Punkten in der Gesamtwertung uneinholbar enteilt. Zwar kann Brian Parriott (107 Pkt.) vom Team Auto Sport Busquets noch gleichziehen, doch die bessere Bilanz spricht in jedem Fall für den Österreicher. "Meinen BMW M3 hätte ich gerne in schwarz", demonstrierte er augenzwinkernd trocken seine Freude über den zu erwartenden ersten Preis als Lohn seiner Erfolgsserie. | |
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BoxerCup goes East: Zur Fortsetzung des Highspeed-Thrillers trifft man sich im tschechischen Brno, ca. 80 km nördlich von Wien. In komfortabler Schlagdistanz vom heimischen München gelegen, reisen echte Fans nach drei Wochen Cup-Abstinenz am liebsten stilecht auf der BMW R 1100 S BoxerCup Replika an. Der bärenstarke Boxer, hohes Sportfahrwerk und die genial haftenden Metzeler Sportec M1 verführen noch zu einem schnellen Ritt über die Hausstrecke, bevor es Richtung MotoGP geht. Bei dem auf 1100 Exemplare limitierten Modell in den Farben der Saison 2004 ein exklusives Vergnügen, das bei jedem Tankstopp zahlreiche bewundernde Blicke auf sich zieht. | |
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Breitensport: Der
Masryk-Racetrack von Brno ist breit - so breit, dass es keine exakt
definierte Ideallinie gibt. Je nach Rennsituation entscheidet sich der
Pilot in jeder Runde für einen anderen Radius durch die Kurven. Im
Gegensatz zu einigen engen und winkligen "Mickey Mouse"-Tracks
zeichnet sich Brno durch seine schnelle und weiche Streckenführung aus.
Neben fahrerischer Präzision wird hier vor allem eine perfekte
Front-End-Abstimmung zum Erfolgsfaktor, denn bei den teilweise bergab
verlaufenden und nach außen hin abfallenden Kurven ist perfekter Grip
am Vorderrad absolut entscheidend. Die glorreichen 7: Wenn 40 Zylinder
zum Angriff blasen, ist die Motorrad-Meute nicht mehr zu halten. Vom
Pace Car bis zum Dienstfahrzeug des Race Directors tragen alle
vierrädrigen Gefährte den weiß-blauen Propeller.
Start frei, Duell Mertens/Panichi die Zweite. Und Actiooooon! Böse grollend stürmen die 34 Boxer los. Dem Blitzstart von Mertens vermag nur Panichi zu folgen. In Turn 11 kassiert er sogar den Belgier, dessen Konter allerdings nicht lange auf sich warten lässt. Während die beiden den Fans ihr gekonntes Duett vorführen, rangelt sich ein Achterblock um Platz 3: Darunter auch Barth (6), Giabbani (71), Nion (18), Cooper (47), Legrelle (45) und Hinterreiter (7), der sich strategisch aus den Zweikämpfen heraushält. Legrelle, der in Donington dem Ausritt der Führenden seinen Sieg zu verdanken hatte, verabschiedet sich in Runde 4 nun selbst in Richtung Cross-Country. Als Leader of the Pack leistete zunächst Gwen Giabbani (Team Reseau France), im Anschluss Brian Parriott (46) ganze Arbeit. Mit lohnendem Ausgang, denn als in der 13. Runde der motoristisch angeschlagene Stéphane Mertens plötzlich wieder in Schlagdistanz erscheint, gibt Brian Parriott noch einmal alles, um den Belgier auf Platz drei zu verweisen, was ihm auf der Ziellinie mit nur 3,6 Hundertsteln gelingt. Spitzensport zeigten aber auch die Piloten im Feld, was man unschwer an den maximalen Geschwindigkeiten ablesen kann. Leonard Eibl vom Team BMW Martin fuhr mit einer Topspeed von 223,1 km/h durch die Lichtschranke, Oriol Fernandez wurde mit 222,7 km/h gemessen. Der Youngstar Hogan (19) biss sich fast am tschechischen Lokalmatadoren Michael Bursa (Intermoto Czech Republic) die Zähne aus, konnte ihn letztendlich aber doch bezwingen. Der Deutsche Franz Aschenbrenner (16) vom Karl Mayer Racing Team bestätigte seine Saisonleistung mit einem soliden 17. Rang. Grande Finale: Bis zum Schlussrennen des BMW Motorrad BoxerCup müssen sich die Fans noch bis zum 30. Oktober gedulden. Beim spektakulären MotoGP Finalwochenende im spanischen Valencia kürt der Internationale BMW Motorrad BoxerCup seinen vorerst letzten Sieger: Nach 6 überaus erfolgreichen Jahren (die ersten zwei davon als nationale Serie in Frankreich und Belgien ausgetragen) geht der bestdotierte Motorrad-Markencup damit an die Box. "In welcher Form sich BMW Motorrad zukünftig im Motorsport engagieren wird, ist noch völlig offen", gibt Berthold Hauser, Leiter Motorsport BMW Motorrad, bekannt. Text und Fotos: www.bmw-motorrad.at |
Bericht vom 23.08.2004 | 4.643 Aufrufe
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