BMW HP2 Sport
BMW HP2 Sport |
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BMW schöpft aus dem Vollen und bringt den Traum der Entwicklungs-Ingenieure tatsächlich in die Schauräume. Der Boxer wurde rechtzeitig vor dem großen Einstieg in die Vierzylinder-Welt noch einmal kräftig aufgewertet und befeuert nun das Spielzeug für reiche Söhne und deren Väter. |
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BMW HP2 Sport Video |
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BMW HP2 Sport Fahrbericht |
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26% Vollgas und 31% auf der Bremse. Das Entertainment Center im Cockpit der HP2 Sport hat die grausame Wahrheit auf Knopfdruck parat. 26% Vollgas hier im Race Resort Ascari stimmten mich eigentlich sehr zufrieden. Doch wie war es möglich, dass ich mehr bremste als Vollgas zu geben und was tat ich die restlichen 43%, fragte mich der BMW Ingenieur aus dem Hintergrund. Technisches Spielzeug macht nicht immer nur Freude. Doch die Freude am Fahren wurde durch die Schande in der Boxengasse nicht getrübt. Erstens weil die anderen Kollegen noch weniger Gas gaben und zweitens weil die HP2 Sport der real gewordene Traum von Technikfreaks unter mir brüllte. Niemand hat dieses Motorrad gebraucht doch die Techno-Freaks haben es einfach entwickelt und nun wird es eine auserlesene Truppe von finanzkräftigen Motorradfreaks sehr glücklich machen. Normalerweise achte ich bei einem neuen Motorrad zuerst auf dem Motor, doch diesmal erstaunte mich zuerst das Gesamtkonzept des Motorrades. Das Motorrad wirkte auf den ersten Runden äußerst komfortabel. Kann es sein, dass man uns hier ein sündhaft teures Altherrengerät untergejubelt hat? Man muss sich nicht dramatisch bücken, der Kniewinkel ist angenehm und auch die Handgelenke schmerzen nicht. Sitzen wir tatsächlich auf einem Sportgerät? "Der schnelle Rechtsknick geht voll", sagte man mir in der Boxengasse und mein Vertrauen in Berzerk vom Reitwagen war wie immer grenzenlos. Auf der Geraden sortierte ich mit dem Gasgriff auf Anschlag die Gänge durch und drückte die HP2 mit einem kräftigen Impuls und vollem Druck in die Kurve. Danach noch einen Gang nach oben schalten und der Tacho sprach mit 240 eine klare Sprache. Ich sitze hier auf einem sauschnellen und trotzdem komfortablen Wunderding. Betrachten wir das Ding von vorne nach hinten. Bei der Bremserei wurde 100% racetaugliches Material verbaut. Nur zur Sicherheit, damit niemand sagt er hätte es nicht gewusst: Hier werkt kein Bremskraftverstärker mehr und auch kein ABS. Das ABS wurde abgeschalten und die rechte Hand wirkt über eine Radialpumpe direkt und präzise auf einen radial montierten Monoblock Brembo Anker. Klar funktioniert die Bremse gut und klar geht die BMW HP2 Sport vorne nicht in die Knie. Denn nach wie vor wird auch hier die klassische BMW Telelever Technik verbaut. Bei der Dämpfung greift man auf feinste Ware von Öhlins zurück, doch der Telelever entkoppelt nach wie vor die Bremskräfte von der Gabel und der gesamte Federweg bleibt am Kurveneingang zur Verfügung. Nicht von Nachteil ist dies vor allem beim Kurveneingang in die irre Steilkurve. Denn dort ist eine kleine Delle im Asphalt welche nahtlos in die harte Kompression der Steilkurve übergeht. Mit klassischen Bikes ist man an einer solchen Stelle schnell im roten Bereich unterwegs. Die herrlich entspannte Sitzposition sorgt für konstant gute Rundenzeiten. Die 15 Minuten Turns sind eigentlich eine Verschwendung, denn sogar die alten Herren in der Runde steigen anders als sonst staubtrocken vom Motorrad. Trotz aller technischer Meilensteine für mich die echte Sensation bei diesem Motorrad. Keine Schmerzen und trotzdem sauschnell. In Händen von Normalverbrauchern nicht langsamer als die japanischen Vierzylinder. Dazu trägt auch die gewaltige Traktion am Hinterrad bei. Montiert waren Metzeler Racetek in der K3 Mischung. Also keine superweiche Rennsport Wahre sondern Hobbymaterial für Ausflüge auf die Rennstrecke oder den sommerlichen Asphalt. Der Grip war immer da und wir konnten endlich mal wieder Vollgas geben. Die 130 PS sind in Wahrheit genau meine Liga und das Fahrwerk hat diese Leistung jederzeit fest im Griff. Ähnlich wie bei üblichen Bikes mit Kettenantrieb nutzt man auch hier den Effekt, dass der Kardanantrieb unter Zug das Hinterrad in den Asphalt spannt. Im Gegensatz zum Kettenantrieb kommt es aber niemals zum pumpenden Heck, sondern man erfreut sich immer an astreiner Traktion. Testpilot und Ex-GP Star Jürgen Fuchs: "Der Antrieb der BMW HP2 Sport ist auf gutem Asphalt in Sachen Traktion dem Kettenantrieb überlegen. Erst wenn es sehr wellig wird, hat der Kettenantrieb seine Vorteile." Dezente schwarze Striche wurden so von vielen von uns gezogen. Niemand hatte Angst, alle gaben kräftig Gas. Und zwar an jenen Stellen wo wir früher mit den 1000ern immer schwer gezögert hatten. Konzeptbedingte Nachteile findet man bei diesem Motorrad nur noch schwer. In Sachen Schräglage sind dem Boxer seine Grenzen ein wenig früher gesetzt als bei Nippon Bikes. Man kann die HP2 insgesamt mittels höhenverstellbaren Federbein und gleichzeitig runtergeschobener Gabel um 2cm höher stellen. Dann gewinnt man weitere 3 Grad Schräglage und dann sollten nur noch wenige unter uns Probleme mit schleifenden Zylindern haben. Beim Anbremsen macht sich ein weiterer konzeptbedingter Nachteil bemerkbar. Anders als die Japaner hat die BMW an der Trockenkupplung keine Anti-Hopping Kupplung montiert. Die BMW-Techniker in der Boxengasse klärten auf: "Wir haben mit Anti-Hopping Kupplungen experimentiert und sind dabei zu keinen guten Ergebnissen gekommen. Wir haben das Problem nun mit elektronischer Unterstützung beim Schließen des Gasgriffs gelöst. Die Bremswirkung vom Boxer ist nicht mehr so hart wie früher sondern setzt viel weicher ein." Stimmt tatsächlich, doch ein kleiner Rest von Unruhe bleibt beim Anbremsen der engen Haarnadel. Die Stabilität in der Bremszone ist sehr gut aber nicht perfekt. Perfekt ist die Stabilität jedoch auf dem Rest der Strecke. Die Start-Ziel Gerade wird durch einen lagen Bogen kräftig in die Länge gestreckt und dort fährt man sehr schräg mit offenem Gasgriff. Runde für Runde erwische ich immer den gleichen Punkt am Ausgang und nicht ein Funke von Unruhe bringt die Fuhre aus dem Gleichgewicht. Das Fahrgefühl ist mit Telelever und Kardantantrieb zwar immer noch anders als auf einem Durschschnittsbike, die Umgewöhnungsphase ist jedoch deutlich kürzer als früher. Die HP2 Sport ist sehr einfach zu fahren und sollte sogar bei eingefleischten Nippon-Fans nach wenigen Runden gut in der Hand liegen. Das war nicht immer so! Endlich serienmäßig darf ich einen Schaltassistenten erleben. Denn anders als viele Zubehörteile ist dieser wunderbar abgestimmt und funktioniert tatsächlich tadellos. Auch im Teillastbereich und sowohl bei niedrigen als auch bei hohen Drehzahlen reicht ein Zug am Ganghebel und der nächste Gang springt rein. Ein Sensor im Schaltgestänge gibt der Steuereinheit den Befehl die Zündung zurückzudrehen und die Einspritzung zu unterbrechen. So kann man mit Gas am Anschlag die Gänge nach der Reihe durchsortieren. Herrlich kommt dabei die Soundkulisse zur Geltung. Man liegt am Tank und hält die rechte Hand in der richtigen Stellung. Das Schreien des Motors wird immer nur von einem kurzen "KLACK" unterbrochen und ohne Verschnaufpause drückt der Reifen die Power in den Asphalt. Besonders gut gefällt mir das bei den Wheelys aus der engen 1. Gang Kurve. Schaltet man wie gewohnt mit der sauber zu dosierenden Kupplung, bleibt der Schaltassistent übrigens inaktiv. Der Schaltblitz im Cockpit erinnert zuerst dezent mit grünen, dann mit gelben und am Schluß mit roten LEDs an den nächsten Gang. Der neue Motor hat nun Drehzahlreserven bis 9.500 Umin. Mehr als die bisherigen Boxermodelle aber immer noch weniger als ein V2 von Ducati oder ein R4 aus Japan. Die Motorcharakteristik verlangt auf der gesamten Strecke jedoch fast nie nach mehr Drehzahl. Das Drehmoment liegt immer über 90Nm und ab 3500 immer über 100 Nm. Doch ich bin ein schlampiger Fahrer und manchmal hätte ich mir am Kurvenausgang gerne das Einlegen vom nächsten Gang erspart und den Boxer einfach noch ein paar hundert Umdrehungen nach oben gedreht. Hier sind dem Boxer einfach seine Grenzen gesetzt. Wer wird die HP2 Sport kaufen? Meiner Ansicht nach einige bestehende Boxer-Fahrer, welche einfach die Nr. 1 in der Garage haben wollen. Aber auch treue Japan Piloten könnten überlaufen. Wer exklusiv unterwegs sein möchte, gerne sehr sportlich fährt aber seinen Körper nicht mehr ins Motorrad falten will, wird mit der HP2 Sport glücklich werden. Viele Supersport Kunden wanderten in den letzten Jahren zu den Naked-Bikes über. Die HP2 Sport wäre eine exklusive Alternative. |
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BMW HP2 - Slideshow |
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Alle Details der HP2 Sport im Überblick. Was kann das Entertainment Center im Cockpit und wo versteckt sich überall das Carbon? |
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BMW HP2 Sport - Technische Schmankerl im Überblick |
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BMW HP2 Sport
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BMW HP2 Sport - technische Daten |
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Related BMW Links: |
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Fazit: BMW HP2 Sport 2007
Wer wird die HP2 Sport kaufen? Einige bestehende Boxer-Fahrer, welche einfach die Nr. 1 in der Garage haben wollen. Aber auch treue Japan Piloten könnten überlaufen. Wer exklusiv unterwegs sein möchte, gerne sehr sportlich fährt aber seinen Körper nicht mehr ins Motorrad falten will, wird mit der HP2 Sport glücklich werden.- Scheinbar endlose Traktion am Hinterrad
- Anbremsen
- angenehme Sitzposition
- geringes Gewicht
- sehr exklusiv und detailverliebt
- hochwertige Verarbeitung
- sehr leistungsfähig.
- Hoher Preis
- keine Anti-Hopping Kupplung
- geringere Schräglagenfreiheit
- weniger Drehzahlreseven bei langen Kurven.
Bericht vom 10.12.2007 | 27.475 Aufrufe
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