Honda CBR 600 RR
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Hartes Terrain für die Premiere der CBR. Die US-Rennstrecke lässt unsere Tracks in Europa als Bingoabend-Arena erscheinen. Doch die Delegation aus Österreich und Deutschland wurde überrascht. Die Symbiose von Komfort, Fahrbarkeit und Performance wurde erschaffen. |
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Honda CBR 600 RR Test in Alabama - Das Video |
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Die Ingredienzen des neuesten 1000PS Videos sind äußerst
würzig und vielfältig. Eine Rennstrecke mit blinden Ecken, Kuppen, Bergen und
Tälern. Ein Motorrad mit scharfen Kanten, 155 kg und herrlichen Designs. Einen
Fetzenwagen mit Rotlicht am Dach und eine zerstörte CBR. Schnitt: Cimple Moritz |
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Die CBR 600 RR in Fahrt |
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Keine Gehirnwäsche Die Präsentation der Honda CBR 600 RR begann diesmal anders als sonst. Im Normalfall mussten die Journalisten vor den Testrunden eine Powerpoint Gehirnwäsche über sich ergehen lassen. Der Honda Manager am Video-Beamer nahm das Testurteil bisher immer vorweg und die Testrunden sollten danach im Prinzip nur eine Bestätigung der Powerpoint Präsentation darstellen. Doch diesmal dauerte die Präsentation nur ein paar Minuten. Die Vorstellungszeremonie der 15 japanischen Honda-Techniker dauerte wesentlich länger als der eigentliche Vortrag selbst. Völlig cool und ohne lang auszuholen wurden die wichtigsten Features der CBR präsentiert und wir wurden auf die Strecke geschickt. Kein vorweggenommenes Urteil, kein Eigenlob nur ein verdächtig dezentes Lächeln im Gesicht des Vortragenden. Da war was im Busch! Die leichteste 600er Inmitten der WM-Stars Blinde Ecken, garnierte Schikanen,
pures Handling Voll am Gas! Trotz Akne am Asphalt. Alles radial Schlank im Schritt Alles was Flügel hat fliegt... Doch ich
irrte mich! Denn Jeff biss schon beim nächsten Kurveneingang ganz kräftig in den
Asphalt. Mit mörderischen Speed nahm er die mit einer Kompression garnierte
Rechtskurve. Selbst der Staatsmeister vor mir hat schon deutlich früher gebremst
und das Unheil war also unmöglich aufzuhalten. Die wunderschöne CBR schlitterte
über den Asphalt in Richtung Kiesbett. Doch halt! In dieser Kurve gab es kein
Kiesbett sondern nur eine kuschelige Wiese. Gut für Jeff, schlecht für die CBR.
Denn während Jeff wohlbehütet im hohen Gras zur Ruhe kam, fädelte die CBR im
tückischen Erdboden ein. Ein makelloser Überschlag mit Komplettdeformation an
allen Seiten war die Folge.
Jeff war also unverletzt und so konnte ich mich auf großartige
Fahrerlagerdemütigung freuen. Hier in Amerika wird dieser erniedrigende Moment, wenn Pilot samt Motorradleiche am Fetzenwagen im Fahrerlager auftauchen, noch mehr ausgekostet als in Europa. Die gesamte Strecke wurde gesperrt und alle Journalisten, die Honda Crew und die Bridgestone Techniker versammelten sich in der Boxengasse. Dann tauchten am Horizont zwei knallrote Pickups mit überaus aggressiv wirkenden Drehlichtern am Dach auf. Die Kohorte fuhr wie ein fahrender Pranger durch die Boxengasse. Jeff Assna saß am Anhänger von Pickup Nummer 2 auf der geschändeten CBR 600 und müsste strafende Blicke ertragen. Ich war mir sicher, dass auch anspucken erlaubt gewesen wäre, doch niemand wollte hier den Anfang machen. Der Honda Europe Manager brach als erster das Eis und sprach unserem fassungslosen Reiseleiter Christian Zwedorn von Honda Österreich trostende Worte zu: Let us find something positiv here… I sold one Honda CBR 600 RR to Honda Austria. Gute Reifenwahl Offroad Sonderprüfung Den letzten Turn wollte ich eigentlich ganz gemütlich angehen, als der unverbesserliche Jeff Assna am Horizont auftauchte. Ich konnte nicht fassen, dass er trotz Sturz in den Knochen schon wieder vor mir lag. Langsam aber sicher hab ich die Sache mit dem vorsichtigen Einkuppeln in der Anbremszone begriffen und saugte mich immer näher an ihn ran. Doch in der engen Links bremste er unglaublich spät und testete die Offroadeigenschaften der CBR. Ich fühlte mich als sicherer Sieger als ich mich 3 Runden später in einer harten 600er Schlacht wiederfand. 3 Duelle in 2 Kurven Auf der letzten Sektion vor Start-Ziel waren James Toseland und Kenan Sofuoglu gerade dabei die Rangordnung im Ten Kate Team neu zu definieren. Ich bin es ja eigentlich gewohnt auf der Rennstrecke manchmal im Weg zu stehen, doch im gleichen Moment duellierten sich auch noch der österreichische Staatsmeister Wolfgang Kerbl mit einem japanischen Supersportmeister an mir vorbei. Es quietschte, es qualmte und ich kann mich auch an ein paar englische Schimpfwörter erinnern, doch es passierte nichts. Wie eine trampelnde Herde Büffel vielen die 4 Racer in nur 2 Kurven über mich her. Es war zwar sehr demütigend, aber gleichzeitig wunderbar anzusehen was ein Rudel Racingprofis mit ein paar Serienmotorrädern anstellen kann. Noch demütigender war natürlich die plötzliche Auferstehung von Jeff Assna neben mir. Der Mann mit den 7 Leben nutzte die Gunst der Stunde und ging an mir vorbei. Doch Spott und Hohn im Fahrerlager hielten sich danach in Grenzen. Meine Ausrede klang sehr plausibel: "Ich war mit der Situation geistig einfach überfordert." Fazit: Ein Kompromiss der keiner ist! Nicht überfordert hat mich jedoch die Honda CBR 600 RR im aktuellen Modelljahr. Die Leichtigkeit mit der man die Rundenzeiten aus den Ärmeln schüttelt und die praktische Harmonie von Performance und Komfort waren für mich völlig neu. Unsere Truppe hatte mittlerweile 6 Stück 30 Minuten Turns in den Knochen. Jeder Turn ein Rennen für sich und alle waren frisch und munter. In Wahrheit der derzeit beste Kompromiss zwischen Rennstrecke und Strasse ohne einer zu sein. Derzeit ganz klar die erste Wahl für Hobbyfahrer, welche am Ring und in die Arbeit fahren möchten. Das ist kein Update, das ist eine völlig neue CBR. Ab Anfang Februar beim Händler. |
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Infos für Rennfahrer - Der Staatsmeister spricht |
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NastyNils: Du bist in dieser Saison österreichischer Meister in der seriennahen
Klasse Superstock 600 auf einer CBR Wolfgang Kerbl: Der größte Vorteil an der neuen CBR ist bestimmt das geringe Gewicht. Hier hatte ich in der letzten Saison im Vergleich zu den Yamaha Piloten einen spürbaren Nachteil. Nächstes Jahr sind wir mit der CBR in Sachen Gewicht sicher die Messlatte. Das geringere Gewicht macht sich beim Handling sehr bemerkbar. Ein Wahnsinn wie leicht ich die CBR 600 RR in Wechselkurven bewegen kann. Trotz des guten Handlings bleibt die CBR aber trotzdem in Anbremszonen und beim Beschleunigen stabil. Sehr überrascht war ich von der guten Performance des Lenkungsdämpfers. Das Teil funktioniert serienmäßig echt perfekt. Die Tüftlerei mit einem Zubehörteil und vor allem die zusätzlichen Kosten fallen weg. NastyNils: Gibt es trotz des hohen Niveaus noch etwas zu verbessern? Wolfgang Kerbl: Sicherlich gut und leicht ist der
neue Armaturenträger welcher in das Ram-Air System integriert ist. Im
Prinzip ist nun die ganze Front unter der Verkleidung ein einziges Teil.
Kritisch sehe ich das ganze nur in Hinblick auf mein Sturzteilebudget.
Dieser Teil ist sicherlich bei jedem Abflug hin ich hoffe er wird nicht zu
teuer. NastyNils: Wie viel Freude hat ein Rennfahrer mit dem Serienfahrwerk? Wie weit kann er gehen? Wolfgang Kerbl: Das Serienfahrwerk funktioniert schon in der Originalversion sehr gut. Flotte Rennfahrer investieren sicherlich ab einer gewissen Zeit wie immer in ein Federbein. Jedoch kommt man mit dieser Original-CBR in tiefere Zeitenregionen als mit dem Vorgängermodell. Die Einstellmöglichkeiten am Fahrwerk sind diesmal auch sehr gut. Anders als bei früheren Serienfahrwerken zeigte eine halbe Umdrehung an der Druckstufe echt Wirkung. NastyNils: Prospektapier ist bekanntlich geduldig. Wie schätzt Du die Motorleistung der CBR im Vergleich zu Deinen Konkurrenten ein. Wolfgang Kerbl: Der Motor fühlt sich sehr gut an, wie wir im Vergleich zur Konkurrenz damit liegen, wird man aber erst auf der Rennstrecke im direkten Vergleich sehen. Ich habe aber das Gefühl, dass wir besonders im mittleren Drehzahlbereich Vorteile haben werden. NastyNils: Wie schauen Deine Pläne in der kommenden Saison aus? Wolfgang Kerbl: Ich selbst gehe mit der CBR 600 RR nächstes Jahr in der Stocksport Staatsmeisterschaft, welche nun hoffentlich im Rahmen der RTS Veranstaltungen gefahren wird, an den Start und fahre wahrscheinlich auch die gesamte IDM Saison in der Klasse SSP. NastyNils: Dann sehen wir uns nächstes Jahr im Fahrerlager. Viel Erfolg! Link: www.wk-racing.at |
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Munition für den Stammtisch |
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Honda CBR 600 RR Bericht: |
Related Honda Links: |
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Fazit: Honda CBR600RR 2006
Die Leichtigkeit mit der man die Rundenzeiten aus den Ärmeln schüttelt und die praktische Harmonie von Performance und Komfort sind völlig neu. In Wahrheit der beste Kompromiss zwischen Rennstrecke und Strasse ohne einer zu sein. Das ist kein Update, das ist eine völlig neue CBR.- Extrem geringes Gewicht für eine 600er
- pures Handling
- tolle Basis für Rennstreckenumbau
- Keine Anti-Hopping Kupplung
Bericht vom 09.12.2006 | 24.488 Aufrufe
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