Michelin Rennreifen

Michelin startet einen neuen Versuch um auf der Rennstrecke wieder Fuß zu fassen. Dabei möchte man sowohl im Spitzensport als auch in den Hobbyligen erfolgreich sein.

Michelin startet 2012 einen Großangriff auf der Rennstrecke.

 

Michelin Rennreifen 2012

Der letzte Versuch war jämmerlich. 2009 wollte Michelin mit dem Power One an Dunlop und Pirelli verlorenes Terrain zurückgewinnen. Doch damals wurde die Produktentwicklung von den Ingenieuren der Serienentwicklung vorangetrieben. Unser schnellster Mann in der Redaktion Klaus Grammer, kam damals mit den Michelins in der ÖM schwer unter die Räder. Für 2012 soll alles anders werden. Die neuen Pneus "Michelin Power Cup", "Power Slick" und "Power Rain" wurden in der Rennsportabteilung entwickelt. An vorderster Front mit dabei, war auch die YART-Truppe von Mandy Kainz welche mit viel Input aus der Langstrecken WM die Produktentwicklung vorantrieben.

Klaus Grammer fuhr am Slovakiaring auf seiner ZX-10R vom Vorjahr bereits den neuen Michelin im Vergleich zum "Vorgängermodell". Dabei wirkten sich die Änderungen an der Karkasse massiv aus. Mit den alten Pneus, hatte er sehr oft Probleme mit Lenkerschlagen. Die Karkasse vom Hinterreifen war sehr steif, beim aktuellen Modell hat man hinten eine Gewebelage weniger verbaut. Der Reifen wird dadurch leichter, flexibler und fühlte sich in der Praxis schon viel unkomplizierter und ruhiger an. In der Mischungskombination vorne "B" und hinten "C" hat der neue Pneu jedoch kein konkurrenzfähiges Griplevel und ist als Endurance Reifen positioniert. 500 km waren laut Grammer kein Problem, aber Top-Rundenzeiten werden mit der "C" Mischung unerreichbar bleiben.


Ab sofort mehr Auswahl für den Hobbypiloten


Damian Cudlin spricht Klartext zu den neuen Michelin Pneus. Klaus Grammer geht ein Licht auf!

Typisch für Michelin, war auch das kritische Verhalten des Reifens in der ersten Runde. Dies bestätigte uns auch der IDM Racecrack Damian Cudlin im 1000PS Interview. Er fährt 2012 in der Langstrecken WM auf Michelin und gibt Feedback für die Weiterentwicklung. In der Langstrecken WM waren Michelin-Teams bisher auf 16,5" aber auch auf 17" unterwegs. Aber auch in nationalen Meisterschaften gibt Michelin 2012 kräftig Gas. In der Moto2 Klasse in Spanien zum Beispiel, wo ebenfalls mit 17" gefahren wird oder in der deutschen IDM wo das Alpha Racing Team Werksunterstützung genießen wird.

Cudlin spricht Klartext und ist der Meinung dass seine Michelin-Werksreifen das Niveau der derzeitigen Benchmark Dunlop erreichen. Bei den käuflichen Pneus in den Mischungen A und B müssen jedoch noch ein paar Entwicklungsschritte ins Serienprodukt einfließen um sie zur Nummer 1 zu machen. Während einer Renndistanz sieht er die derzeitige "A"- Mischung von Michelin während der ersten 5 Runden hinter Pirelli, in der zweiten Rennhälfte jedoch bietet der Michelin-Pneu seiner Einschätzung nach jedoch die bessere Performance. Das Gesamtpaket ist jedenfalls meilenweit von dem entfernt, was uns Michelin 2009 präsentierte. Es tut sich also definitiv was in der Rennreifenszene und als Kunde hat man nun die Wahl zwischen 3 verschiedenen Anbietern. Bei der derzeitigen Preis- und Liefersituation bei Dunlop keine schlechten Nachrichten für den Breitensport. Den knallharten Vergleichstest liefern wir von 1000PS im April.

Bericht vom 02.02.2012 | 4.298 Aufrufe

Du hast eine Neue?

Verkaufe dein Gebrauchtmotorrad im 1000PS Marktplatz.

Inserat erstellen

Gebrauchte und neue BMW R 1100 S Motorräder

Pfeil links Pfeil rechts

Empfohlene Berichte

Pfeil links Pfeil rechts